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*** Eröffnung des fünften Landtages Die Verhandlungen über die Leipziger Augustereignisse fielen in eine Zeit, wo die Verhältnisse innerhalb der Kammern, wie die öffentliche Meinung über dieselben, eine wesentliche Änderung erlitten hatten, daher wurde schließlich das Verfahren des Militärs für gerechtfertigt erklärt und der Antrag auf Einleitung einer Criminaluntersuchung wider die Veranlasser der Maßregeln gegen die Volksmenge abgelehnt. Außerdem beschäftigte sich der Landtag mit dem Bau eines neuen Museums in Dresden, der Landtagsordnung, der Landrentenbank, einem neuen Maßsystem. So waren im Ganzen die hohen Erwartungen, welche Viele von dem Landtag von 1845-46 gehegt hatten, nur in geringem Maße erfüllt worden. Eröffnung des fünften Landtages *** Es mochte gegen acht Uhr sein als Cyrus Smith und Harbert den oberen Kamm des Berges auf der Spitze desselben erreichten. Je weiter er und Harbert an den inneren Wänden emporklommen, desto mehr verbreiterte sich die Krateröffnung über ihnen. Der kreisförmige Ausschnitt des Himmels, den die Schlundwände einrahmten, nahm mehr und mehr an Ausdehnung zu. Bei jedem Schritte, den die Wanderer thaten, trat sozusagen ein neues Gestirn in ihr Gesichtsfeld. Hell glänzten die prächtigen Sternbilder des südlichen Himmels. Am Zenith der blendende Antares im Scorpion und nahe dabei das ß-Centauri, das man für den unserem Sonnensystem am nächsten stehenden Fixstern ansieht. Je nachdem sich der Krater erweiterte, erschienen dann das Sternbild der Fische, das Dreieck des Südens und endlich fast genau am antarktischen Pole der Welt das schöne Südliche Kreuz, welches den Polarstern der nördlichen Halbkugel ersetzt. Wenn der Wind ging, so bambelt das Schild hin und her. Die Darstellungen von Greifswald zeigen eine vedutenhafte Klarheit. Wer weiß noch, daß der Tag grüne Blätter hat? Von den biografischen Orten entstanden Ansichten, die augenscheinlich eine innere Beziehung des Malers zu der jeweiligen Stadt offenbaren. Neubrandenburg erscheint verklärt oder brennend. Durch identifizierbare Bildelemente kann man in diesem Fall eine reale Stadt zuordnen. Dresden wird in den Bildkompositionen vorzugsweise hinter einen Hügel oder Bretterzaun gestellt. Ich schließe das Buch und lege es auf Paulinas Nachttisch. Eine dritte Gruppe setzt das Bildgpersonal des Vordergrundes in ein symbolisches Verhältnis zu einer Stadt im Hintergrund wie bei dem Gemälde Die Schwestern auf dem Söller am Hafen. Ich konnte mich gar nicht besinnen, wo ich eigentlich wäre. Dazu sind die Momente hier auf See einfach zu schön. Die Botanisierkapseln waren dafür bis an den Rand gefüllt. In diesen Städtebildern haben die Städtesilhouetten unterschiedliche Funktionen in der Bilderzählung. Eine zweite Gruppe von Bildern zeigt im Tiefenraum traumhafte Fantasiestädte, wie bei den Gemälden Gedächtnisbild für Johann Emanuel Bremer oder Auf dem Segler. Meist kann man bei diesen Bildern Naturtreue unterstellen. Die Mädchen in Rom, denk ich, sie lehrten es Euch. Es mochte gegen acht Uhr sein

Der Bauer, der sein Kalb verloren hat A

aus dem Französischen

Um ein verlornes Kalb zu suchen,
Ging einst ein Bauer in den Wald,
Bestieg die höchste aller Buchen
Und lauschte rings umher. Doch bald
Naht ihm sich ein verliebtes Pärchen
Und strecket sich ins weiche Gras,
Das Mädchen stöhnt, das süße Herrchen
Erblickt beim Kuß ich weiß nicht was,
Genug, er dehnt sich an der Erde
Wie ein getretner Wurm und spricht
Mit wollustatmender Gebärde:
"Was seh ich und was seh ich nicht!"

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  • Jugendtaten über Glut und Staub Jugendtaten über Glut und Staub - Hier, wo am Herd verglimmt das Laub Vom jungen Reis der Rebe, Stoßt an, hier über Glut und Staub: Der Geist des Lebens lebe! Der Geist, der unterm Schnee noch wärmt Die Zukunft reicher Saaten Und fort und fort die Welt durchschwärmt In goldnen Jugendtaten! Quelle: Vermischte Gedichte Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Dickicht mit Reden und Gedichte mit Augen. Ein erstes Gedicht wurde veröffentlicht, als er 15 Jahre alt war. Bis in seine Studienzeit hing Brecht der Marie nach. An seinen Freund schrieb er schon am 18. Unter den Philologen der Romantik ist besonders August hervorzuheben, der sich intensiv mit Lyrik befasste. Die frühromantische Lyrik ist vor allem von Novalis geprägt, dessen Gedichtzyklus Hymnen an die Nacht zu den Hauptwerken der Epoche zählt. Die Wolke ist ein Grundmotiv der frühen Lyrik Brechts. Manche Poesie will einfach zu viel, wie die von Janin Wölke. Sein Romanfragment Heinrich von Ofterdingen enthält eine besondere Vielfalt verschiedenartiger Gedichte, die von volksliedhaften Dichtungen bis zu hochkomplexer philosophischer und mystischer Lyrik reicht, darunter auch das für die Romantik programmatische Gedicht Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren. Der Roman ist ein prominentes Beispiel für die in der Romantik geforderte Vermischung der literarischen Gattungen. Die Romantik forderte auch ein Rückkehr zu religiösen Themen, was sich etwa in Novalis' Geistlichen Liedern niederschlägt. Auf dem Wege dahin versuchte der Unglückliche, so oft er konnte, sich anzuklammern; denn er wußte nun wohl, was ihm bevorstand. Doch man kannte mit dem Unglücklichen, dem ehemaligen Lehrer und Prediger der Stadt, kein Erbarmen. Aber schon bei dem Anblicke der Marterinstrumente erklärte der Unglückliche, er bekenne, daß er einen Bund mit dem Teufel gemacht habe, mit dessen Hilfe er auch vom Turme herabgestiegen sei. Am 6. November 1654 widerrief er zwar seine Aussage, aber es half ihm dies nichts. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Der Unglückliche, der seinem Fritz nichts zuleide getan, der nur dem Adel Bürgertugenden gewünscht hatte, ward wie fremd übersehn, wie verpestet gescheut; er ging in des Wirts Garten und weinte sich aus.

  • Freund im Himmel Freund im Himmel - Einsam verzehrt von Lieb' und Sehnen, erschien' mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thränen dem wilden Lauf des Lebens nach. Ich fände Unruh im Getümmel, und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? Ich weis nicht ob ich meinen Freund auf dieser Entdeckungsfahrt noch liebe. Mit der geliebten "Nixe" bereiste der Erzherzog jahrzehntelang das Mittelmeer, meist in Begleitung einer Entourage von etwa 20 Personen, weiters Hunden, Katzen, Vögeln, Affen und allerlei anderem Getier, so dass seine Zeitgenossen das Schiff als Arche Noah bezeichneten. Verständlicherweise erregte die bunt zusammengewürfelte Reisegesellschaft des Erzherzogs stets großes Aufsehen in den Häfen. Neben der Schiffahrt galt sein besonderes Interesse der wissenschaftlichen Erforschung unbeachteter Inseln und Küstenstriche. Zu diesem Zweck hatte er eigens einen etwa 100 Seiten umfassenden Fragebogen mit der Bezeichnung Tabulae Ludovicianae entworfen, den er bei der Ankunft im jeweiligen Zielgebiet gebildeten ortsansässigen Personen, wie etwa dem Bürgermeister, Arzt, Lehrer, Richter und Pfarrer, übergab. Die Befragten sollten möglichst viele und genaue Daten über ihre Arbeits- und Wissensgebiete zu sammeln, die er danach gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auswertete. Ludwig Salvator begab sich in Begleitung seines mallorquinischen Sekretärs Don Antoni Vives und ortskundiger Führer oft auf ausgedehnte Wanderungen, wobei er die Landschaft, Flora, Fauna, Bevölkerung und Kultur seiner Aufenthaltsorte in allen Details beschrieb. Mit dabei hatte er stets ein kleines Tuschefäßchen in der Form eines Globus, Feder und Papier. Auf diese Art entstand eine Fülle von meisterhaften Zeichnungen, die seine Beschreibungen vortrefflich ergänzten. Aus all diesen Daten stellte Ludwig Salvator umfangreiche Manuskripte zusammen, die er auf eigene Kosten beim Prager Verleger Mercy, in Form aufwendigst gestalteter Bücher, drucken ließ. Meist nur in einer Auflage von 500 Stück gefertigt, verschenkte der Erzherzog diese bibliophilen Raritäten an Freunde, Mitarbeiter und sonstige, an seiner Arbeit interessierte, Personen und Institutionen. Durch den bekannten Berliner Reiseverleger Leo Woerl gelangten einige seiner Arbeiten auch in den Buchhandel. Salvators wissenschaftliche Werke fanden rasch internationale Anerkennung. Er wurde mit Diplomen und Ehrenmitgliedschaften diverser Akademien und Institutionen förmlich überhäuft. Seinem engen Freund Jules Verne diente er als Vorbild für den Helden des Romans.