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*** Sprachenschule Dresden - Sprachkurse und Einzeltraining Effektiver, individueller Fremdsprachenunterricht für Beruf, Geschäftsleben, Alltag, Tourismus, Schule, Ausbildung, Prüfungsvorbereitung und Studium. Einzeltraining, Gruppenunterricht, Firmenkurse in fast allen Sprachen, für alle Altersgruppen (Erwachsene, Kinder und Jugendliche). Sprachenschule Dresden - Sprachkurse und Einzeltraining *** Spenden mit guten Händen die Sorgen schwinden Den holden Wohlstand gab, mit guten Händen die Mutter Demeter, wo sie geweilt; wer bei ihr blieb, wo sie vorbeigeeilt, erreichte Segnung zwischen kargen Wänden. Ihr Spruch gebar das Korn auf Steingeländen, Zypressen hat sie Blitzen zugesteilt, durch Kräuter das gekränkte Tier geheilt, uns stark gewünscht, daß Winters Sorgen schwänden! Spenden mit guten Händen die Sorgen schwinden

es bleibt beim alten

Dem Lande Frieden schenken
Und Leut und Land bedenken,
Das wär schon recht!
Doch jetzo Friede schließen,
Draus kann nichts Guts entsprießen,
Nein, das ist schlecht!

Wenn man nun reformierte
Und alles weiser führte,
Dann wärs schon recht!
Doch bleibt es noch beim alten,
Und läßt man Schurken schalten,
Ei, dann ists schlecht!

Quelle:
Gedichte
Franz Grillparzers 1872.

 


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  • Fremdling Fremdling - Geschlechtern vor Poseidons Zornesworten: Wer nie auf ausgestreckten Klippen kniete, blieb Fremdling dem Geschick, an Drohungsorten der Salzgewaltsamen bei Amphitrite; bedenkt ums Riff der Toten ferne Pforten, den Nahruck von plutonischem Gebiete! Ich ließ mich auch von dem einmal gefaßten Vorsatze weder durch den Zorn meiner Anverwandten, noch durch die Vorstellung des Vizebischofs abwendig machen, welcher mich sehr ungerne von sich ließ, da er merkte, daß seine Kinder bereits durch meine Unterweisung sehr viel gefaßt hatten. Es verlangte eben damals Magister Nicolaus Schmidt, Lektor der Theologie und Vizebischof in Bergen, einen Hofmeister bei seinen Kindern, und ich war so glücklich, daß ich diese Stelle erhielte. Mit diesem, aber auch mit einem leeren Beutel reisete ich wieder nach meinem Vaterlande; und der letzte Umstand zwang mich, das Joch wieder zu übernehmen, dem ich mich vor kurzer Zeit erstlich entzogen hatte. Man billigte meinen Fleiß vollkommen, und ich erhielt den besten Charakter, welchen man Laudabilem nennet. Und obgleich meine kümmerlichen Umstände, da ich von allen Mitteln entblößt war, leicht diese edle Begierde hätten dämpfen sollen, so ward ich doch durch die vielen Beschwerlichkeiten, die ich allenthalben bemerkte, nur noch mehr aufgebracht und hielt um meine Erlassung an. Hierdurch ward eine große Lust, außerhalb Landes zu reisen, in mir erwecket. Der Vizebischof hatte sich in seinen jüngern Jahren sehr lange in fremden Ländern aufgehalten und die meisten Reiche Europens gesehen. Ich suchte mir die Gottesgelahrtheit nebst der französischen und italienischen Sprache noch mehr bekannt zu machen, und ich brachte es auch so weit, daß ich kein Bedenken trug, nachdem ich einen Winter daselbst zugebracht, mich der öffentlichen Prüfung der Gottesgelehrten zu unterwerfen. Ich hatte dieses Amt aber kaum einige Monate verwaltet, da es mir schon so hart und beschwerlich schien, als wenn ich in die ärgste Sklaverei geraten wäre. Ich nahm mir deswegen vor, wenn ich von meiner Arbeit Ruhe hatte, sein Tagebuch durchzulesen, welches er auf seinen Reisen gehalten und worin er alle Merkwürdigkeiten, die er gesehen, aufgezeichnet hatte.

  • Arbeit, die er besorgt, doch nicht berechnet habe Arbeit, die er besorgt, doch nicht berechnet habe - Wir stimmten alle darin überein, daß der Herzog ein findiger Kopf sei und das Reisen bei Tage uns jetzt keine Ungelegenheit mehr bringen würde. Wir hofften diese Nacht noch weit genug zu kommen, um aus dem Bereich des Skandals zu sein, den des Herzogs Arbeit in der Druckerei jenes Städtchens verursachen würde - im übrigen konnten wir unbehelligt reisen. Wir blieben versteckt und hielten uns still und wagten uns nicht hinaus bis etwa zehn Uhr; dann glitten wir ziemlich entfernt vom Stadtufer dahin und hißten unsere Laterne erst auf, als das Städtchen schon längst außer Sicht war. Ich habe dem Leser schon berichtet, daß zwei starke Krampen an jeder Seite meiner Schachtel, wo sich keine Fenster befanden, befestigt waren, durch welche der Bediente, der mich zu Pferde trug, einen ledernen Riemen zog, den er alsdann um seinen Leib schnallte. Ich kam auf den Gedanken, die Schachtel sey in's Schlepptau genommen, und werde so durch das Meer gezogen. Als ich mich nun in diesem trostlosen Zustande befand, hörte ich, oder glaubte zu hören, wie etwas an der Seite meiner Schachtel, wo die Krampen befestigt waren, schabte. Er verfasst einen Rapport, der zusammen mit einer beigefügten Zeichnung des Matrosen über den Kampf an das Marinekommando geschickt wird. Sofort wird der Wachoffizier benachrichtigt, der wiederum den Leutnant Frédéric Marie Boyer informiert, den man nur ungern aus seiner Mittagsruhe weckt. Am Nachmittag des 30. Novembers 1861 befindet sich der französische Aviso Alecton in den Gewässern bei den Kanarischen Inseln, um im nahen Teneriffa an Land gehen zu können. Glücklicherweise verschreckt ihn dieses seltsame Wesen im Wasser ebenso wie die Mannschaft und er gibt den Feuerbefehl. In Teneriffa angekommen wendet er sich  sofort an den französischen Konsul und bittet ihn um einen Besuch an Bord, woraufhin dieser über das seltsame Fundstück ebenso staunt wie die Mannschaft. Der Tintenfisch lässt sich das nur ungern gefallen. Allerdings herrscht starker Seegang, und keiner der Schüsse erreicht sein Ziel. Als die Männer dem halbtoten Rest des Tieres nachsetzen wollen, wird das vom Kommandanten strengstens untersagt, denn es jagt Boyer ihm immer noch ausreichenden Respekt ein. Er versucht immer wieder, mit seinem aufgerissenen Papageienschnabel seine Peiniger zu erhaschen und sich von der Leine der Harpunen zu lösen, wobei jedes Mal mehr Stücke aus seinem gallertartigen Fleisch gerissen werden.