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*** O - da hab ich noch was vergessen! Glaubst du, daß du hier eine Blume ziehen könntest, Jim? Als sich die wilde Jagd durch die von uns offen gelassene Thüre etwas verzogen hatte, kriegte die arme abgehetzte Frau einen Rohrstock her, klopfte uns, ohne viel zu fragen, die Kleider am Leibe tüchtig aus und wir brauchten dann zwei volle Stunden, um weitere fünfzehn oder sechzehn Ratten zu fangen, die den andern das Wasser nicht reichten an Größe und Schönheit. Es waren eben auserlesen schöne Exemplare gewesen, wie ich nie wieder gesehen habe. Im übrigen aber war er unfähig, zu dem Ruhme seines Hauses auch nur eine Kleinigkeit hinzuzufügen; er fühlte sich nur als Verwalter dieses Ruhmes, ein Gefühl freilich, das ihm unter Umständen Bedeutung und selbst Würde lieh. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit einer in den Stein eingelegten Eisenplatte. Und auf eben dieser Eisenplatte stehen in Goldbuchstaben goldene Worte. Leblos, sind diese beseelter als die hier lebenden Menschen. Ein Maulesel mit dem Gepäk wird uns auf dem Fuse folgen. Er sagt der Braut ein Wort ins Ohr, und sie erbleicht. Ein Genie ist ja etwas sehr Seltenes und Kostbares. Wie man dabei verfuhr, darüber berichte ich an anderer Stelle. O - da hab ich noch was vergessen! *** Philosophen wissen, Toren fragen Laßt uns den Priester Orgon fragen: Wer ist der größte Mann? Mit stolzen Mienen wird er sagen: Wer sich zum kleinsten machen kann. Laßt uns den Dichter Kriton hören: Wer ist der größte Mann? Er wird es uns in Versen schwören: Wer ohne Mühe reimen kann. Laßt uns den Hofmann Damis fragen: Wer ist der größte Mann? Er bückt sich lächelnd; das will sagen: Wer lächeln und sich bücken kann. Wollt ihr vom Philosophen wissen, wer ist der größte Mann? Aus dunkeln Reden müßt ihr schließen: Wer ihn verstehn und grübeln kann. Philosophen wissen, Toren fragen

Friedliche Gründe

Wenn, durch lange Qual ermattet,
Todesnebel uns umschattet,
Schon verlischt des Lebens Licht,
Sterbend unser Auge bricht,

Hin durch des Todes weitgähnende Schlünde
Führt uns der Genius in friedliche Gründe,
Führt uns zu Lethens beglückenden Strand,
Hin in Elysiums besseres Land.

Den 21ten März 1806

Quelle:
Gedichte
Franz Grillparzers 1872.

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  • Oldtimerparade Dresden - 800 Jahre Dresden - 7sky Internet Zeitung - Oldtimerparade Dresden - 800 Jahre Dresden - 7sky Internet Zeitung - - Oldtimerparade "Dresden mobil" 2006 am 20.August 2006 zur 800-Jahr-Feier Dresdens mit vielen alte PKW, LKW, Bussen, Strassenbahnen, Militärfahrzeugen und Motorrädern. Ist das schon ein Oldtimer? Ein Tucker- oder Festmacherboot? Aber auch sonst zieht es über das Jahr Millionen an die Kaikanten und auf die Pontons, nah an die großen Schiffe auf der Elbe. Ist das dort ein Bulker oder ein Tanker? Aus Österreich und der Schweiz kommen die Busse mit den Shipspottern nach Hamburg. Aber was sieht man dann? Es gibt kaum jemand, der das für Hamburg besser weiß als der Fotograf Thomas Kunadt. Ein kleines Kreuzfahrt- oder ein Forschungsschiff? Hafengeburtstag und Cruise Days sind die Höepunkte des Jahres für so manchen Schiffsenthusiasten. Und ist dies wirklich das größte Containerschiff der Welt? Die Autodekoration besteht in der Regel aus einem schönen Gesteck, welches mit einer weißen Schleife auf der Motorhaube platziert wird. Bei einem Besuch in Dresden frischte er 1824 seine alten Beziehungen zu Ludwig Tieck wieder auf. 181 wurde er in den österreichischen Adelsstand erhoben. Er hielt in Wien Vorlesungen über Geschichte und Literatur, in denen er historische Begründungen des christlichen Staates in monarchischer Verfassung darlegte. Schlegel leitete die Zeitung »Oesterreichischer Beobachter« und gab das »Deutsche Museum« und später die Zeitschrift »Concordia« heraus, durch welche er streitende Ansichten über Staat und Kirche versöhnen wollte. Eine Zeit lang war Schlegel als Legationsrat der österreichischen Gesandtschaft beim Deutschen Bundestag in Frankfurt tätig, kehrte aber 1818 nach Wien zurück. Seitdem lebte er abwechselnd in Rom, in Dresden, in München und dann wieder in Rom, in jeder der genannten deutschen Städte 6 Jahre. Er ist ausgeschieden aus seinem Volk, ohne irgend eine Thätigkeit, die ihn mit einer Institution, einer Partei, ja selbst nur mit einer Zeitschrift oder einem Blatt daheim oder draussen verbände ein einsamer Mann. Selbst jetzt als wohlhabender Mann fühlt er nicht den Drang, Haus und Heim zu besitzen, noch weniger, gleich Björnson, Grund und Boden. Abends kam von Weimar die Heideloffsche Theaterzeichnung und eine Sendung von Jacobi. Rolle an Ober-Appellationsrath Körner nach Dresden mit der Heideloffschen Theaterzeichnung. Die Expedition wegen der Gartenübergabe, an Hrn. von Münchow.